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Gymivorbereitung-Stress: Gymiprüfung belastet ganze Familie

Frau Sutter war geschockt. Die Mutter zweier Kinder hatte nicht geahnt, dass die Gymiprüfung ihrer ältesten Tocher Sophie einen solchen Gymivorbereitung-Stress für die ganze Familie bedeuten würde. Und mit der Gymiprüfung war der Stress noch nicht vorbei. Denn die anschliessende Gymiprobezeit am Langzeitgymnasium war sogar noch härter als die Vorbereitung auf die Gymiprüfung. Lesen Sie hier, wie die Familie Sutter die Gymivorbereitung und Gymi-Probezeit am Langgymnasium erlebt hat.

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Inhaltsverzeichnis

Exkurs: Nur circa jeder Zweite schafft die Gymiprüfung

Der Grund, warum die Gymiprüfung im Kanton Zürich einen so grossen Druck auf Kinder und Eltern erzeugt, ist die hohe Durchfallquote. Im Jahr 2025 haben zum Beispiel 8'695 Schüler an der Gymiprüfung im Kanton Zürich teilgenommen, aber nur 4'135 haben die Gymiprüfung auch bestanden. Damit lag die Durchfallquote bei der Gymiprüfung im Jahr 2025 bei 52,44 Prozent, oder anders ausgedrückt, die Bestehensquote bei 47,56 Prozent.

Schaut man sich nur die Primarschüler an, die es ans Langgymnasium geschafft haben, so beträgt die Übertrittsquote ans Langgymnasium lediglich 14,9 Prozent in Bezug auf alle Primarschüler. Und diese niedrige Gymiquote ist keine Ausnahme, sondern die Regel im Kanton Zürich, denn seit Jahren verharrt diese Quote um die 15 Prozent.

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Gymivorbereitung-Stress für die ganze Familie

Die Familie Sutter hat die Vorbereitung auf die Gymiprüfung als gemeinsames Projekt von Kind und Eltern erlebt, aber als ein besonders stressiges Projekt. Wenn Frau Sutter sich bei Freunden entschuldigte, weil sie und ihr Ehemann während dieses Projektes keine Zeit für einen netten Abend unter Freunden hatten, sagte sie: «Wir sind im Gymiprüfungsstress!»

Zwar hätte Sophie auch noch warten können und erst während der 2. Sekundarklasse die Gymiprüfung machen können, um dann ans Kurzgymnasium zu wechseln. Aber Sophie wollte unbedingt mit ihren beiden besten Freundinnen zusammen bleiben, die auch ans Langzeitgymnasium wechseln wollten - eine hat es allerdings nicht geschafft, trotz dem ganzen Gymivorbereitung-Stress.

Lesen Sie auch unseren Artikel «Unterschied Langzeitgymnasium und Kurzzeitgymnasium Zürich - was ist besser?».

Als Sophie abends nach Hause kam, war sie oft müde. Denn nach der Schule hat sie häufig noch andere Beschäftigungen wie Klavierunterricht und Turnen. Da blieb nicht viel Zeit zur Vorbereitung auf die Gymiprüfung. Die Eltern verwandelten sich am Abend in Nachhilfe-Lehrer, wobei sie die Aufgabenbereiche untereinander aufgeteilt hatten. Frau Sutter half Sophie im Fach Deutsch und Herr Sutter im Fach Mathematik.

Dazu lasen sich die Eltern Woche für Woche den nötigen Prüfungsstoff an. Denn sie wollten Sophie helfen können, wenn sie beim Lernen nicht weiterkam. Für die Eltern war es so, als ob sie sich selbst auf die Gymiprüfung vorbereiteten, und das neben ihren Vollzeit-Jobs. Die Sutters hatten sogar von Eltern gehört, die sich abwechselnd für mehrere Wochen Urlaub genommen hatten, um mit ihrem Sohn für die Gymiprüfung zu lernen.

Aber nicht nur Frau und Herr Sutter waren am Abend müde, wenn die Lernerei erst richtig losging, sondern auch Sophie hatte eigentlich gar keine Kraft mehr, sich nach dem Abendessen noch an den Schreibtisch zu setzen. Mit kleinen Motivations-Tricks ging es dann doch: zum Beispiel fünf Mathe-Aufgaben gegen 30 Minuten Netflix.

Häufig bekamen die Sutters Zweifel, ob Sophie überhaupt schon reif für das Gymnasium war. Manchmal scheiterte Sophie an den einfachsten Aufgaben; aber vielleicht war sie an jenem Abend einfach zu erschöpft.

Zusätzlich zum abendlichen Lern-Programm nahm Sophie auch noch an einem Gymivorbereitungskurs teil. Besonders hilfreich war es, dass sie im Gymikurs offene Fragen klären konnte, welche die Eltern ihr nicht beantworten konnten. Ausserdem bekam Sophie im Gymivorbereitungskurs die besondere Art der Gymiprüfungs-Aufgaben erklärt und erhielt Anleitungen, wie sie am besten lernt und mit dem Prüfungsstress umgeht.

Mit grosser Aufregung nahm Sophie dann an der Simulationsprüfung teil. Die ganze Familie fieberte mit, als ob es sich um die echte Gymiprüfung gehandelt hätte. Was, wenn Sophie das Probeexamen nicht bestanden hätte? Die mit grosser Spannung erwarteten Ergebnisse lauteten: bestanden! Aber reichte das auch für die echte Gymiprüfung? Sofort machten sich bei den Sutters wieder die Sorgen breit.

Zum Glück waren diese Sorgen aber unbegründet, denn auch die echte Gymiprüfung hatte Sophie bestanden und so konnte sie an ihr Wunschgymnasium wechseln - mit sehr viel Fleiss und ständiger Angst vor dem Scheitern. Fast ein Jahr lang hatte Sophie jeden Tag gelernt und die ganze Familie mit ihr.

In der Gymi-Probezeit geht der Stress weiter

Aber nach der Gymiprüfung hörte der Stress für die Familie Sutter nicht auf. Denn nachdem das Gymnasium nach den Sommerferien begann, musste Sophie noch die Gymi-Probezeit bestehen, die ganze 6 Monate dauerte. Und hier ging es noch härter zur Sache. Auch Mutter und Vater Sutter waren wieder beim Lernen dabei. Frau Sutter fragte Sophie die neuesten Vokabeln in Latein ab und Daten im Fach Geschichte. Herr Sutter unterstützte Sophie in Mathematik und Physik, wobei er seine Mathematik- und Physik-Kenntnisse weiter mit viel Arbeitseinsatz auffrischen musste.

Zum Glück gab es auch noch den Gymi-Probezeit-Begleitkurs; dort half man Sophie nicht nur mit dem Lehrstoff, sondern auch mit dem Druck umzugehen, der ihr regelmässig Tränen in die Augen trieb. Die Eltern konnten zwar trösten, waren aber selbst überfordert mit der Belastung, die sie nicht in diesem Ausmass erwartet hatten. Im Nachhinein betrachtet hätten sie Sophie in den Gymi-Probezeit-Vorkurs geschickt, damit ihr die erste Zeit am Gymnasium leichter gefallen wäre.

Trotz aller Widrigkeiten hat Sophie auch die Gymi-Probezeit geschafft und lernt nun eifrig weiter, um später die Matura zu erhalten, mit der sie einmal an der Universität studieren möchte.

Lesen Sie auch unseren Artikel «Gymi-Probezeit am Langzeitgymnasium in Zürich noch härter als Gymiprüfung».

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