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Die Rolle des privaten Nachhilfeunterrichts im Schweizer Bildungssystem

Publiziert: 07.09.2024, 00:00   

Die Antwort auf die Frage, welche Rolle der private Nachhilfeunterricht im Schweizer Bildungssystem spielt, ist vielfältig. Entscheidend ist unter anderem, zu welchem Zweck der Nachhilfeunterricht in Anspruch genommen wird. Allgemein kann man sagen, dass der private Nachhilfeunterricht und die privaten Nachhilfe-Institute längst Teil des Schweizer Schulsystems sind.

Was privater Nachhilfeunterricht ist, wie viele Schüler Nachhilfe in der Schweiz nutzen, aus welchen Gründen der Nachhilfeunterricht in Anspruch genommen wird und warum das Gymnasium der Königsweg bleibt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Inhaltsverzeichnis

 

Was ist privater Nachhilfeunterricht?

Als Nachhilfeunterricht - kurz Nachhilfe - bezeichnet man ausserhalb des Schulunterrichts stattfindenden Unterricht. Dabei wird der Schulstoff meist nachgeholt oder aufgearbeitet und je nach Anbieter unter anderem auch Lernmethoden vermittelt sowie Prüfungen simuliert.

Man unterscheidet öffentlichen (staatlichen) und privaten Nachhilfeunterricht. Beim privaten Nachhilfeunterricht unterscheidet man dann konkreter werdend privaten Nachhilfeunterricht im weiteren Sinne und privaten Nachhilfeunterricht im engeren Sinne. Zum privaten Nachhilfeunterricht im weiteren Sinne gehört die institutionelle Nachhilfe durch private Nachhilfe-Institute in Gruppen in den Räumlichkeiten des Instituts oder als Onlinekurs für zu Hause und die individuelle Nachhilfe in Einzelkursen beziehungsweise Einzelstunden.

Die individuelle Nachhilfe wird entweder ebenfalls von privaten Nachhilfe-Instituten angeboten oder durch unabhängige private Nachhilfelehrer, die für die Nachhilfe meist zum Zuhause des Nachhilfeschülers kommen. Bei der individuellen Nachhilfe kann man auch von privater Nachhilfe im engeren Sinne sprechen.

Ausserdem wird beim Nachhilfeunterricht noch die bezahlte von der unbezahlten Nachhilfe unterschieden, wobei die unbezahlte Nachhilfe meist entweder staatlich organisiert ist, etwa durch die Schule, oder durch die Familie, Bekannte, Freunde und/oder Schulkameraden erfolgt.

Das Lern-Forum ist ein privates Nachhilfe-Institut, das unter anderem Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfungen am Gymnasium sowie für die BMS, FMS und IMS anbietet. Die Kurse finden im Kanton Zürich (Stadt Zürich) und im Kanton Aargau (Wohlen) statt, teilweise auch online für Zuhause. Gymi-Probezeit-Kurse werden beim Lern-Forum ebenfalls angeboten, sowohl Probezeit-Vorbereitungskurse als auch Probezeit-Begleitkurse.

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Wie viele Schüler nutzen Nachhilfeunterricht in der Schweiz?

Bei einer PISA-Erhebung im Jahr 2012 wurde festgestellt, dass 34 Prozent der Schweizer Jugendlichen, die in die 8. beziehungsweise 9. Klasse gingen, bezahlten Nachhilfeunterricht nutzten. Eine Studie, die im Jahr 2013 veröffentlicht wurde, hat ungefähr für den gleichen Zeitpunkt ergeben, dass die durchschnittliche Nachhilfequote von Schülern der 5. bis 9. Klassen in der Deutschschweiz bei 17,2 Prozent liegt.

Stimmen aus der Nachhilfe-Branche zufolge ist die Nachfrage in Bezug auf Nachhilfe in den letzten Jahren stark angestiegen, insbesondere nach Vorbereitungskursen für die Aufnahmeprüfung am Gymnasium (kurz: Gymikurse).

Es ist also davon auszugehen, dass heute weit über ein Drittel der Schweizer Schüler der 8. und 9. Klasse bezahlte Nachhilfe in Anspruch nehmen und auch in den Klassen darunter die Nachhilfequote seit 2012 stark zugenommen hat.

Und übrigens: Das Nachhilfefach, in welchem am meisten Nachhilfe erteilt wird, ist das Fach Mathematik.

 

Warum gehen Schüler zur Nachhilfe?

Ein Grund, warum Schüler Nachhilfeunterricht in Anspruch nehmen, etwa in Form von Gymivorbereitungskursen, liegt darin, dass es weniger Plätze für das Gymnasium gibt als Interessenten. Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung am Gymnasium werden also gebucht, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Ein weiterer Grund für die starke Nachfrage von Nachhilfe ist, dass viele Eltern im Gymnasium den Königsweg für ihre Kinder sehen und diese Eltern daher alles daran setzen, dass ihre Kinder die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium bestehen.

Aber warum können die Schulen die Schüler nicht ausreichend auf die Aufnahmeprüfungen von Gymnasium, BMS, FMS und IMS sowie auf die Gymi-Probezeit vorbereiten? An den öffentlichen Schulen herrsche das Problem, dass der Unterricht dort aus mehreren Gründen erschwert und eine individuelle Förderung nicht möglich sei, schrieb der Beobachter bereits im Jahr 2003, und zwar wegen knapper Budgets, grossen Klassen und einem hohen Anteil von fremdsprachigen Schülern. Und schon damals hätten Volksschullehrer ihren Schülern empfohlen, Vorbereitungskurse an privaten Nachhilfe-Instituten zu belegen, um sich auf Prüfungen vorzubereiten.

Aber Nachhilfe wird nicht nur von solchen Schülern genutzt, die Schwächen bei ihren Schulleistungen haben, sondern auch von Schülern, die es gar nicht nötig hätten, und zwar zur Prophylaxe, also zur vorbeugenden Sicherheit. In diesem Rahmen nutzen leistungsstarke Schüler den Nachhilfeunterricht etwa zur Strukturierung ihrer Prüfungsvorbereitung als festgelegte Lernzeit.

 

Gymnasium bleibt Königsweg

Oft wird zwar behauptet, dass das Bildungssystem der Schweiz so durchlässig wie noch nie war. Kinder könnten daher, auch ohne auf das Gymnasium zu gehen, an der Universität studieren, wenn sie nach der Berufslehre die Berufsmaturität und dann die Passerelle machten. Allerdings sind die Hürden bis zur Universität von der Berufslehre aus viel höher als vom Gymnasium aus, schreibt das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Das würde sich auch in den Zahlen zeigen, wonach zwar 22 Prozent mit einem Lehrabschluss die Berufsmatura machen würden. Jedoch würden nur etwas über die Hälfte von denen eine Fachhochschule abschliessen und weniger als 1 Prozent das Studium an einer Universität beginnen.

Das Gymnasium bleibt also der Königsweg, um an der Universität zu studieren. Eltern sollten sich demnach nicht davon abhalten lassen, ihre Kinder dahingehend zu fördern, direkt die Matura am Gymnasium zu machen, mit dem Ziel, direkt im Anschluss das Studium an einer Universität zu beginnen.

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