Bildung steht in enger Verbindung mit der Persönlichkeit eines Menschen

Ist es wirklich wert, sich Wissen anzueignen? Werde ich zu einem besseren Menschen, wenn ich bereit bin, die Welt differenziert zu sehen? Kann ich mein Wissen nach meinen Vorstellungen einsetzen?

All diese Fragen können mit einem deutlichen «Ja» beantwortet werden. Eine gute Bildung ist das wichtigste Element in der Entwicklung eines Menschen! Das Lernen und Erfahren – und somit das Erlangen von Wissen – ist die Grundlage der Bildung. Das Fazit ist also: Mit dem Erlernen erfahre ich. Aus dem Erfahrenen bilde ich Wissen an.

Ohne Bildung würden keine neuen Ideen erforscht werden und ohne neue Ideen würde es keine Kreativität geben. Und ohne Kreativität gäbe es keine Entwicklung, sei es die eigene oder die der Wissenschaft, einer neuen Technologie oder gar die eines Landes.

Wenn man die Vorteile der Bildung kurz und knapp umschreibt, sind dies die wichtigsten:

  • Bildung ist ein wichtiger Faktor für ein besseres Leben.
  • Ohne Bildung ist niemand frei.
  • Mit einer guten Bildung erlangt man ein besseres soziales Miteinander und nicht zuletzt Etikette. 

Dank Bildung erkennen wir Zusammenhänge

Bildung ermöglicht es uns, verschiedene Informationen, die wir sammeln, miteinander zu verbinden und anhand unserer eigenen Lebenssituation zu interpretieren. Formale Bildung ist ein Weg, um Wissen zu erlangen, aber die Interaktion mit Menschen und die Eigenschaft, kritisch und im Moment zu bleiben, ermöglicht die Anwendung und das persönliche Wachstum, was einen zum Nachdenken fähigen Menschen hervorbringt. Erkenntnisse sind nur dann nützlich, wenn sie uns helfen, unsere eigene Realität oder die anderer besser zu verstehen. Dies ist am wichtigsten, um Menschen, die sich von uns unterscheiden, und ungewohnte Situationen akzeptieren zu können.

Kinder lernen bereits in ihren ersten Lebensjahren! Die ersten Gruppenerfahrungen in Sachen Bildung setzen dann im Kindergarten ein. Dort treten die Kinder das erste Mal in Kontakt mit anderen Lebensstilen, Kulturen und Wertvorstellungen. Sie lernen Interessen und Gefühle auszudrücken, Konflikte zu erkennen und sie zu lösen. Diese sozialen Beziehungen sind elementare Voraussetzungen eines jeden Bildungsprozesses und die Vorbereitung für die Schule. Bildung hat also mehrere Zwecke. Zum einen soll sie Wissen aufbauen, zum anderen soll sie aber auch die soziale Kompetenz trainieren.

Die Schule hat die die Aufgabe, Schüler/innen auszubilden. Zunächst werden Grundlagen vermittelt: Deutsch, Mathematik, Englisch und Grundkenntnisse in anderen Wissenschaften. In den höheren Klassen erfolgt eine Differenzierung. Immer noch wird Lehrstoff über den Investiturstreit im mittelalterlichen Europa vermittelt, doch sind politische Systeme und ihre Auswirkung auf unser Leben und die Zusammenhänge in der Volkswirtschaft überhaupt verstanden respektive vermittelt worden? Hier stellt sich die Frage, was eine Person an Bildung überhaupt braucht, um gut vorbereitet durchs Leben zu kommen.

IB Baccalaureat – Auslandsstudium

Bei dem International Baccalaureate Diploma (IB) handelt es sich um einen international anerkannten Schulabschluss der Matura. Das IB wird von der «International Baccalaureate Organisation (IBO)» in Genf vergeben. Es handelt sich um ein zweijähriges Bildungsprogramm, das sich an 16- bis 19-jährige Schüler/innen in 140 Ländern weltweit richtet, die ihre Matura im Ausland absolvieren möchten. Es ist eine flexible sowie stärkenorientierte Lösung, um das Recht auf den Zugang zu einer Universität in der Schweiz auch weltweit zu erwerben. Es müssen sechs Fächer aus verschiedenen Themenbereichen gewählt werden. Es soll kritisches und internationales Denken angeregt werden, indem beispielsweise Facharbeiten sowie der Kurs „Theory of Knowledge“ absolviert werden müssen.

Dieser Weg des Abschlusses der Matura ist besonders empfehlenswert, da der Horizont stark erweitert wird. Zudem wird in der Sprache des ausgewählten Landes studiert und man trifft auf ein multikulturelles Umfeld. Eine Herausforderung, die viel von den Schülern/innen abverlangt und einen gewissen Willen zur Integration erfordert sowie eine Akzeptanz von anderen Kulturen.

Wie verhält es sich nun mit der Ausbildung?

Bildung wird in aller Regel als Selbstzweck verstanden und mit dem Gymnasium und der Universität in Verbindung gebracht. Die Ausbildung hat hingegen eine Nutzenerwartung, also das Erlernen eines Berufes und dessen praktischer Voraussetzungen.

Die «Berufsausbildung» soll sich nicht nur in einem engen Fachwissen erschöpfen, sondern sich an der Idee eines umfassenden Berufsethos orientieren. Es werden nicht nur Kenntnisse und praktische Fähigkeiten gefördert, sondern auch kognitive. Traditionell bezieht sich der Begriff «Ausbildung» auf die Qualifikation für einen Beruf. Das Weiterlernen – nach der grundlegenden Bildung – qualifiziert also für den Einstieg in den gewählten Beruf. Später wird auch der Habitus des Berufstandes übernommen sowie seine Identität.

Ein Veterinär, der sich nach dem Abschluss des Staatsexamens für eine Fachrichtung entscheidet, kann zum Zwecke der weiteren Berufsausbildung ein Praktikum machen und dieses in tierärztlichen Praxen, die sich beispielsweise auf Pferde spezialisiert haben, durchführen.

Ein Auszubildender entscheidet sich für einen Lehrberuf und fängt in einem Lehrbetrieb an. Seine weitere Berufsausbildung findet in einer entsprechenden Berufsschule durch lernübergreifende Lernprozesse statt. Dies wird duale Ausbildung genannt.

Wie denken junge Menschen über ihre berufliche Ausbildung und Zukunft?

Menschen werden durch ihre Umwelt geprägt, die zu charakteristischen Mustern in ihrer Persönlichkeit führen. Dazu zählen politische und historische Ereignisse, wie auch die kulturelle Umgebung und der Stand der Technik. Dies trifft auf Erwachsene, aber noch verstärkt auf Jugendliche zu, da sie sich noch in der Prägephase befinden.

Die beiden jüngsten Generationen – Generation Y und Generation Z – weisen klare Unterschiede in ihren Denkweisen auf. Generation Y wird dem Zeitraum der frühen 1980er bis zu den späten 1990er Jahren zugerechnet. Zur Generation Z zählen diejenigen, die 1997 bis 2012 geboren wurden.

Die Generation Y hatte es schwer mit beruflichen Zukunftsplanungen. Es war nicht leicht, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden. Es folgten Wirtschaftsboom, Eurokrise und eine hohe Arbeitslosigkeit. Das Resultat war, dass viele junge Menschen nach einer möglichst hohen Schul- und Hochschulausbildung strebten.

Das Weltbild der Generation Z wurde stark von Internet, Smartphones, Tablets und What‘s App geprägt. Soziale Netzwerke sowie digitales Arbeiten – all das gehörte für die Generation Z von klein auf selbstverständlich zum Leben und hat natürlich entsprechende Spuren hinterlassen. Und auch die Corona-Krise hat und wird noch diese Generation beeinflussen. Was nun die beruflichen Ziele betrifft, so steht eindeutig der Wunsch nach Spass am Beruf an erster Stelle. Ebenso sollte er den Neigungen und Fähigkeiten entsprechen. Die fachliche Weiterentwicklung spielt ebenso eine Rolle, wie auch die Krisensicherheit. Wenn bei der Generation Y noch ein Wunsch nach mehr Mitentscheidungen bei Arbeitsprozessen bestand, so ist es bei der Generation Z ein Feedback, das nicht schnell genug kommen kann. Dies ist eine Besonderheit dieser Generation und kann eine echte Herausforderung für Arbeitgeber werden. Die Angehörigen dieser Generation sind „Digital Natives“ und sind es gewohnt, sofort eine Rückmeldung zu bekommen, sei es durch Facebook oder What’s App & Co.

Allerdings wird auch klar, dass mehr Wert auf eine gesunde Work-Life-Balance gelegt wird. Die Familie tritt wieder in den Vordergrund. Durch die Corona-Krise wird ebenfalls das digitale Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus immer mehr zu einer ökologischen Alternative, soweit es der Beruf zulässt.

Zu guter Letzt

«Bildung sei die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit führen.»

Diese Lebensweisheit stammt von Alexander von Humboldt. Und er muss es wissen. Er galt als wenig befähigter, lernunwilliger Kopf, hat nie eine Schule besucht und wurde von Hauslehrern unterrichtet. Humboldt stand in Konkurrenz zu seinem älteren Bruder Wilhelm, der den abstrakt aufbereiteten Lernstoff – im Gegensatz zu Alexander – mühelos absolvierte. Und doch zeigten sich bei Alexander seit frühester Jugend besondere Talente, mit denen er auf eigene Weise seinen profilierten Horizont immer mehr erweiterte. Heute weiß fast jeder, wer Alexander von Humboldt ist, doch spricht noch jemand von Wilhelm? Selbst Goethe war von Alexanders Wissenshorizont fasziniert.

Fazit: Selbst wenn man einem Menschen alles nehmen kann, so kann man ihm zwei Dinge nicht nehmen: Seine charakterliche und seine geistige Bildung.


09.11.2021

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